Sonntag, 9. Oktober 2011

Minerva und Alice Schwarzer

Hallo Ihr Lieben!



 Ein schöner Abend in Köln



Am Freitag dem 7. Oktober 2011 las Alice Schwarzer im Schauspielhaus zu Köln aus ihrem neuesten Werk „Lebenslauf“.
Das Schauspielhaus war stark besucht.

Der Saal füllte sich.  Auf der Bühne standen vor einem leuchtend roten Samtvorhang ein schwarzer Lederstuhl mit Chrombeinen und ein kleiner schwarzer Tisch, auf dem zwei Wasserflaschen und zwei Gläser standen. Die Beleuchtung, die auf die Szene fiel, ließ alles in silbrigem Licht erscheinen. Die Besucher konnten es kaum erwarten, Alice Schwarzer endlich zu sehen.

Um 20.00 Uhr war es dann soweit. Alice Schwarzer wurde durch den Chef des Schauspielhauses angekündigt und vorgestellt. Er verwies auf ihr Werk und stellte in den Raum, dass dieses Buch seinen Weg in die weite Welt angetreten hat. Geheimnisvoll versprach er den neugierigen Gästen, Alice Schwarzer in neuer Form kennenzulernen.
„Alice Schwarzer ist die Stimme der Frauen in Deutschland“, beschrieb er die Autorin. Bereits vor vierzig Jahren hatte sie ihren ersten Bestseller geschrieben. 1977 gründete sie die EMMA.
Alice Schwarzer betrat die Bühne und wurde mit großem Applaus empfangen. Sie war schlicht und elegant in schwarz gekleidet. Ihr blondes Haar leuchtete im Scheinwerferlicht. Um den Hals hatte eine außergewöhnliche strahlende, goldene Kette. Sie begrüßte das Publikum in liebenswerter Art und fing dann ohne weitere Umschweife zu lesen an.

Ihr Lesestil ist fließend, betont und deutlich. Es klingt, als ob Großmutter ein Märchen vorliest. Die Zuhörer lauschen gebannt ihren Worten. Sie beginnt mit ihrer Kindheit, ihrer Geburt im Jahre 1942, wobei sie sich als ungewolltes Kind bezeichnet. Einige Sätze aus ihrem Buch kommentiert sie zur Erheiterung mit trockenem, witzigem Humor, der die Zuhörer im Saal nicht nur einmal zum Lachen bringt. Sie sitzt auf ihrem Stuhl und während sie liest, wippt sie gemütlich mit ihrem rechten Fuß. Zwischendurch erklärt sie, dass das Lieblingsbuch ihrer Kindheit „Heidi“ von Johanna Spyri war. Das Kapitel aus Frankfurt hatte sie jedoch gestrichen, da sie dabei immer weinte.
Weiterhin erzählte sie, dass sie mit ihrer Großmutter, die von ihr „Mama“ genannt wurde, auf Streifzüge zum Holzklau ging. Ihre Mutter nannte die Autorin früher„ Mutti“.


Sie las immer weiter und unterbrach ihren Vortrag zwischendurch mit kleinen Erzählungen, die Sprünge überbrückten. Kleine Jokes lockerten das Ganze immer wieder auf. Die ganze Lesung war ein Genuss für das Publikum, das zwischendurch sogar applaudierte.
Als die Lesung beendet war, betrat die Journalistin Gisela Marx die Bühne, die u. a. dadurch bekannt ist, dass sie die Produktion der Fernsehserie „Richterin Barbara Salesch“ geführt hat.
Alice Schwarzer und Gisela Marx führten ein angeregtes Gespräch über vergangene Zeiten, die sie beide erlebten und zu Freundinne gemacht hatten. Gisela Marx las eine Rezension aus Wien vor, die das Buch „Lebenslauf“ in den höchsten Tönen lobte. Sie schloss sich den positiven Ausführungen an.

Nachdem dieses Gespräch beendet war, wurden beide vom Publikum mit großem Applaus belohnt. Alice Schwarzer ließ es sich nicht nehmen, im Foyer bei einer Flasche Wein ihre Bücher zu signieren und mit jedem ein Wort zu wechseln. Der Andrang war enorm und die Gesichter der Besucher strahlten glücklich.



Internet:

http://www.schauspielkoeln.de/


http://www.aliceschwarzer.de/

 Karikatur ©S&M










  ©Minerva


Eure
Minerva

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