Sonntag, 7. August 2011

Rene Kollo und die Morde des kleinen Thanhäusers

Hallo,

gestern gab es im Innenhof des Kollegiengebäude in Darmstadt ein Ereignis besonderer Art.
Rene Kollo gab sich die Ehre.
Die Residenzfestspiele unter der Leitung von Michael Seeliger
hat diese Kulisse gewählt und damit einen Treffer gelandet.
Der Innenhof war in buntes Licht getaucht und an der oberen Wand war eine Bühne aufgebaut.

Ein wunderschöner, schwarzer Flügel stand darauf. 

Als Blickfang jedoch schmückte die Bühne ein alter, antiker Tisch mit passenden Stuhl und Stehlampe. Das ganz vermittelte dem Publikum einen heimischen, gemütlichen Eindruck.
Dann war es so weit. Rene Kollo betrat die Bühne. Er wirkte immer noch so wie wir ihn als Heldentenor und Kammersänger kennen. Herr Kollo begrüßte das Publikum, das ihn mit großem Applaus begrüßte. Kollo setzte sich an den für ihn vorbereiteten Tisch und begann zu erzählen warum er das Buch“Die Morde des jungen Thanhäusers“geschrieben hatte.

Dann begann er aus seinem Buch zu lesen. Er las mit einer klaren, ruhigen Stimme und einer Betonung, die er mit Gesten unterstrich, die seines Gleichen suchte. Er versprühte eine Spannung, das man wirklich wissen wollte, wie das Buch weiter ging. Kollo las mit einer Inbrunst, die zeigte, das er es gewöhnt war, sein schauspielerisches Talent einzusetzen. 


Nach dem er seinen ersten Teil der Lesung hinter sich gebracht hatte, kam dann endlich das worauf das Publikum gewartet hatte.Kammersänger Rene Kollo tat das wofür wir ihn liebe. Er sang Partien aus der Oper Thanhäuser von Richard Wagner.

Es war großartig. Seine Stimme war klang kraftvoll und voll Volumen. Er war Kammersänger Rene Kollo durch und durch. Er zeigte das was seine Zuhörer hören wollte.
Nach Pause ging es dann im selben Rahmen weiter. Zum Abschluss sang Kollo noch die Schlussarie aus dem Thanhäuser. Er war ein Genuss Kollo in der Kulisse des Innenhofes, der inzwischen in die Dunkelheit eingetaucht war, singen zu hören. Auch ohne Kostüm nahm ihn jeder ab, das er gerade auf eine Bühne wie Bayreuth stand und in der Oper sang.

Schade das der Genuss einmal vorbei sein musste. 

Ich finde, ihm ist hier ein großer Treffer gelungen und das Buch kann sich schnell zum Besteller entwickeln.





Eure
Minerva